
Ende September wurde ich kurzfristig zu dem dreitägigen Seminar „Leben, bis wir Abschied nehmen“ eingeladen. Das Seminar richtete sich an Krankenpflegeschüler*innen im dritten Ausbildungsjahr aus Hagen und fand vom 5. bis 7. Oktober im Franz-Hitze-Haus in Münster – also quasi vor meiner Haustüre – statt. Von den neun Themenblocks übernahm ich dann schlußendlich vier, die mich besonders ansprachen: Identitätsmodelle und Total Pain, Würdezentrierte Therapie, Spiritualität sowie …tatatataa … Humor in der Sterbebegleitung.
Ihr könnt euch natürlich vorstellen, dass Clown Bruno am meisten Spaß beim letzten Block hatteDabei wusste ich bis 5 Minuten vorher nicht, ob der Humor wirklich einen Platz finden würde. Die Türen schienen zunächst verschlossen zu sein. Zum einen war zwar Engagement bei den Teilnehmer*innen vorhanden und es gab einen tollen Output bei der Fantasiereise. Zum anderen traute ich mich aber nicht, den Clown von der Leine zu lassen. Außerdem nahm die Übung zum Thema Spiritualität mehr Raum ein als gedacht. Aber dann hatte ich wirklich Spaß, die Haltung des Clowns á la Ute Becker darzustellen – die PowerPoint Präsentation mit dem Charlie Rivel-Zitat als Opener stand schon bereit.
Danach gab es die zweite Fantasiereise („Das ist wirklich die Letzte, versprochen.“ 😉 ), diesmal ging es zum urteilsfreien Staunen auf den unbekannten Planeten Ogelala. Diesmal mussten sie anschließend nichts malen, die Resonanz war darum schwer abzuschätzen. Für ein ausführliches Skalen-Feedback sorgte dann die Abschlußsitzung. Spontan ließ ich mir einfallen, die Teilnehmenden sollten sich danach aufstellen, wie sehr sie sich mit dem Baum (der ersten Fantasiereise, a.k. ‚Baumübung‘ nach L.Reddemann) identifizieren konnten. Das war dann sehr interessant und für die TN challenging, in die Skala hineinzufragen. Notierte für mich insgeheim für das nächste Mal, nicht mehr die ganze Runde zu befragen (da viele sich hintereinander versteckten), sondern mehr auf die einzelnen TN einzugehen.





